Aktuelles
Die Akupunktur in der Presse
17.07.2006
Patientenumfrage: Arztpraxen sollen auch alternative Heilmethoden anbieten
1. Akupunkturstudie der Innungskrankenkassen
Studie belegt Erfolge von Akupunktur bei chronischen Erkrankungen.
Bei 85 Prozent der Akupunktur-Patienten werden die Beschwerden gelindert.
Fast 85 Prozent der Akupunkturpatienten geben an, dass sich ihre Beschwerden nach der Therapie verbessert haben. Fast alle von ihnen litten unter chronischen Erkrankungen, am häufigsten unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Atemwegserkrankungen. Im Durchschnitt waren die Patienten bereits sieben Jahre krank, als sie mit der Akupunkturbehandlung begannen. Dies ergab die Auswertung einer Langzeit-Studie der Universität Freiburg bei mehr als 1.000 Patienten. Grundlage der Studie sind 11.149 Akupunktursitzungen. Angewandt wird Akupunktur zu mehr als 85 Prozent bei chronischen Erkrankungen.
Aber es sind
nicht nur die Beschwerden, die durch die Akupunkturbehandlung gebessert werden. Eine Befragung zur
Lebensqualität
im Anschluss an die Therapie ergab, dass die Patienten sich
deutlich besser
als voher
fühlten. Sie waren in
besserer psychischer Verfassung
und
vitaler
als vorher, hatten
mehr soziale Kontakte
und fühlten sich
insgesamt gesünder.
80,7 %
waren
chronisch krank,
17,5 %
wurden wegen akuter Beschwerden behandelt.
54 %
waren
mittel krank,
41 %
schwer erkrankt.
94 % der Patienten gaben an, daß es keine unerwünschten Nebenwirkungen gab. Während der Akupunkturbehandlung gab es bei 92 % der Patienten keine weiteren Erkrankungen.
Die häufigsten Krankenheiten, die mit Akupunktur behandelt werden:

Rückenschmerzen: 41%
Kopfschmerzen: 10%
Atemwegserkrankungen (z.B. Husten): 14%
Veränderung seit der letzten Sitzung:
Besserung: 77%
keine Veränderung: 19%
Verschlechterung: 2%
Hat die Akupunktur andere Bereiche ihrer Gesundheit positiv beeinflußt ?

ja: 19%
nein: 34%
weiß nicht: 47%
82 % der Befragten waren sehr zufrieden, 17 % weitgehend zufrieden mit der Betreung durch den behandelnden Akupunkturarzt.
Nach Beendigung der Behandlung wurden folgende Fragen gestellt: Wie würden Sie die Qualität der Behandlung, die Sie erhalten haben, beurteilen?

Wie zufrieden waren Sie mit der Behandlung im Großen und Ganzen?

Die Lebensqualität der Studienteilnehmer hat sich nachweislich gebessert.
Die Schmerzreduktion betrug 11,6 %, die Vitalität steigerte sich um 9,6 %. Die Patienten fühlten sich deutlich gesünder. Der Wert dieser Zahlen hat durch katamnestische Erhebungen über 3 Jahre noch gewonnen: Die andauernde positive Wirkung der Akupunktur ist mehr als nur erfreulich (Abb. 1 und 2), die Nachbeobachtungszeiten waren jeweils 1 Jahr, 2 Jahre und 3 Jahre. Alle anderen derzeit laufenden Studien in Deutschland, wie die GERAC-Studie, haben sehr ähnliche Resultate in Bezug auf die Schlussergebnisse der Akupunkturbehandlungen für die einzelnen Indikationen aber die Nachbeobachtungen fehlen aus Zeitgründen natürlich noch völlig.

Abb. 1

Abb. 2
Auftraggeber sind:
Die Innungskrankenkassen
Betriebskrankenkasse der Post
Betriebskrankenkasse des Bundesverkehrsministerium
Deutsche Akademie für Akupunktur e.V.
Die Studie wurde von der Universität Freiburg durchgeführt.
2. Akupunkturstudie der Techniker Krankenkasse
Erstes Ergbenis einer Studie: Akupunktur lindert Schmerzen
Vor zwei Jahren initiierte die Techniker Krankenkasse (TK) einen Akupunktur-Modellversuch in Zusammenarbeit mit akkreditierten Ärzten des Berliner Universitätsklinikums Charité. Es nehmen bundesweit etwa 160.000 Versicherte - darunter 2.000 aus Mittelhessen - an dem Modellversuch teil.
Die Zwischenbilanz lautet: Bei 80 bis 90 Prozent der Patienten verringern sich die Beschwerden und Schmerzen nach einer Akupunktur. Genau: Bei 88 Prozent der Patienten mit chronischen Kopfschmerzen und bei 86 Prozent der an Lendenwirbelsäulenschmerzen Behandelten. Der Versuch läuft noch sechs Jahre.
